Was ist Digitaldruck und was ist der richtige Drucker?

Im letzten Jahrzehnt hat sich die Art und Weise, wie wir auf Textilien drucken, verändert. Neben der konventionellen Siebdrucktechnologie, die wir alle kennen, ist der digitale Textildruck auf dem Vormarsch. Doch was ist der Digitaldruck genau? Wie sieht das Verfahren des digitalen Textildrucks aus? Was sind die Unterschiede zwischen Scanning-Inkjetdruckern und Single-Pass-Inkjetdruckern? Und vor allem: Wie kann der Digitaldruck Ihrem Textildrucker helfen, neue Maßstäbe für Druckqualität und Produktionsgeschwindigkeit zu setzen?

Welche Entwicklungen beeinflussen den Digitaldruck Markt?

Der Textilmarkt wächst rasant. Wichtige Trends wie Bevölkerungswachstum, steigende Kaufkraft und sich schnell ändernde Modetrends (schauen Sie sich einfach an, wie oft Modemarken wie H&M, TopShop und Zara ihre Kollektion wechseln) sind die Hauptantriebskräfte für das Wachstum des Textildruckmarktes. Bis 2024 wird die Produktion von bedruckten Textilien weltweit auf 36,8 Milliarden Quadratmeter geschätzt. Es wird erwartet, dass bis 2024 der digitale Textildruck 5 bis 10% des Textildruckmarktes kontrollieren wird.

Für Textildruckereien bedeutet dies einen enormen Druck auf die Markteinführung und damit auf schnellere Bemusterung, höhere Druckgeschwindigkeit, Effizienz, Flexibilität und Design. Um solche Ziele zu erreichen, muss der Markt einfach nach anderen Möglichkeiten suchen, um auf Stoff zu drucken. Die Lösung für diese Herausforderungen ist der digitale Textildruck.

Was ist der digitale Textildruck?

Was genau ist der Digitaldruck? Einfach gesagt, digitale Textildrucker nutzen digitale Technologien – genau wie Ihr Drucker zu Hause. Das Digitaldruck Verfahren hat aus der Vogelperspektive betrachtet viele Ähnlichkeiten mit dem konventionellen Textildruck: Der Stoff wird ausgewählt und vorbehandelt, wo er mit hoher Geschwindigkeit durch den Drucker läuft und anschließend gedämpft, gewaschen und getrocknet wird.

Anstatt jedoch die verschiedenen vorgemischten Farbstofffarben durch Rotationssiebe auf den Stoff zu pressen, in die jeweils ein eigenes Muster eingraviert ist, verwendet der digitale Textildrucker ein druckbares Bild (Design) einer grafischen Datei, liest die richtigen Farbinformationen mit Hilfe eines LAB- oder RGB-Systems aus und druckt dann die gewünschte Farbe mit winzigen Tintentröpfchen auf den Stoff.

Wie können Sie den Digitaldrucker auswählen, der am besten zu Ihrem Prozess passt?

Was sind die Unterschiede zwischen dem Multi-Pass-Scanner und dem Single-Pass-Digitaldrucker?

Wie der Titel bereits verrät, gibt es zwei Arten von digitalen Tintenstrahldruckern: den Scandrucker (Multi-Pass) und den Single-Pass-Drucker.

Multi-Pass-Scan-Drucker

Der Multi-Pass-Scanner ist seit 26 Jahren auf dem Markt und hat seitdem große technologische Verbesserungen erfahren. Der Scandrucker erhält das gewünschte Bild und wandelt die Pixel-LAB-Daten in Tropfen-Farben-Positionsinformationen um. Einfach ausgedrückt bedeutet dies, dass die Datei dem Drucker genau sagt, wie viele Tropfen einer bestimmten Farbtinte an welcher Stelle auf dem Stoff ausgestoßen werden sollen.

Im Scandrucker sind die Druckköpfe auf einem Schlitten montiert, der sich von links nach rechts und von rechts nach links über die Breite des Gewebes bewegt. Nach jeder Bewegung des Schlittens wird das Gewebe um eine bestimmte Strecke bewegt. Wenn der Schlitten anhält, führt er den nächsten Hub aus. Das Bild wird also durch das Drucken von horizontalen Bildstreifen aufgebaut. Diese Balken überlappen sich teilweise, um eventuelle Druckfehler, die in einem der Striche auftreten könnten, zu maskieren. Diese Drucker erreichen typischerweise Geschwindigkeiten von 20 lfm/h bis zu 400 lfm/h.

Drucker mit einem Durchgang

Bei einem Single-Pass-Drucker gibt es keinen beweglichen Schlitten. Die Druckköpfe sind über die gesamte Breite des Gewebes auf einer festen Druckstange montiert, einer für jede Farbe. Der Stoff bewegt sich mit konstanter Geschwindigkeit unter diesen Balken hindurch, so dass das Bild in einem Strich (daher ‘Single Pass’) von 1 vertikalen Bild-Balken über die volle Breite aufgebaut wird. Dies ermöglicht sehr hohe Druckgeschwindigkeiten (bis zu 2400 Laufmeter pro Stunde). Aber da das Bild in einem einzigen Druckdurchgang aufgebaut wird, gibt es keine Möglichkeit, Druckfehler zu maskieren. Die Anforderungen an eine zuverlässige Tintenstrahltechnologie sind also wesentlich höher als bei einem Scandrucker.

Außerdem benötigt der Single-Pass-Drucker viel mehr Druckköpfe (typischerweise 7-10 mal mehr). Da die Druckköpfe mehrere 1000 Euro pro Stück kosten, kostet ein Single-Pass-Drucker einige Millionen Euro im Vergleich zu mehreren 100.000 Euro für einen Scanning-Drucker.

Lesen Sie hier mehr über die verschiedenen Textildruckverfahren.

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.